Auf einen Tee in Vietnam – Geoplanerin Julia erzählt von ihrer Inforeise

Verfasst von Julia Burchard am 23.10.2015

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Weit fällt der Blick über das Tal, Reisfelder in tausend Grüntönen schmiegen sich an die Hänge. An der Bergflanke unter uns ist ein Dorf zu erkennen. Frauen in bunt bestickter Kleidung führen einen Wasserbüffel auf die Felder.
Die Berglandschaft im Nordwesten Vietnams scheint wie aus der Zeit gefallen. Der Reisanbau bestimmt den Rhythmus des Lebens, man wohnt in einfachen Holzhäusern und Gäste werden wie selbstverständlich zum Tee herein gebeten.

 

Wir, sieben Touristiker aus Deutschland, sind seit drei Tagen auf Inforeise in Vietnam unterwegs. Nach der Landung empfängt uns die Hauptstadt Hanoi mit Märkten, Tempeln und unzähligen Motorrollern. Wir streifen über einen Bauernmarkt, sind bei einer lokalen Familie zum Mittagessen eingeladen und statten natürlich dem Literaturtempel und der Einsäuligen Pagode einen Besuch ab. Am zweiten Tag geht es für uns hinaus aus der Stadt in die Dörfer Ky Son und Duong Lam. Spontan lädt uns der alte Herr Ban in sein Wohnzimmer ein und erzählt uns bei einer Tasse Tee von seiner Zeit beim Militär. Auch der leichte Regen kann uns nicht von einer kleinen Radtour durch die Reisfelder abhalten. Am Abend beziehen wir unsere Abteile im Nachtzug nach Lao Cai im Nordwesten des Landes. In den bequemen Federbetten vergeht die 8-stündige Fahrt wie im Fluge. Nach der Ankunft geht es zunächst zum bunten Markt nach Bac Ha und dann über eine landschaftlich wunderschöne Strecke in Richtung Sapa. Nun stehen wir hier hoch über dem grünen Tal und genießen die frische Luft und den weiten Blick – eine kurze Atempause…

 

Doch eine Inforeise ist kein Urlaub und so müssen wir schnell weiter, denn im Dorf Trung Do warten unsere Boote – eine eindrucksvolle Fahrt auf dem Chay Fluss steht uns bevor. Am nächsten Tag erkunden wir weiter die Umgebung von Sapa, machen die Bekanntschaft der freundlichen Dorfbewohner, erstehen unsere ersten Souvenirs in den Läden des Ortes. Unser Minibus bringt uns anschließend zurück nach Hanoi und von dort fliegen wir weiter nach Saigon im Süden Vietnams.

 

Bevor wir Saigon entdecken fahren wir zunächst in das üppig grüne Mekong Delta, wo wir einen wunderbaren Tag an Bord eines komfortablen Tagesschiffs von Mango Cruises verbringen. Während kleinerer Ausflüge besichtigen wir verschiedene Handwerksbetriebe und erkunden in Ruderbooten die palmengesäumten Kanäle. In diesem Irrgarten aus Dämmen und Kanälen scheint alles zu gedeihen was man in den Boden steckt. Köstliche Früchte landen direkt vom Baum auf unseren Tellern. Wir verbringen die Nacht in der wunderschönen Island Lodge, dessen französischer Inhaber uns herzlich empfängt. Der Blick von meinem Balkon auf den Mekong (flussabwärts treibende Wasserhyazinthen und schwer beladene Frachtschiffe inklusive) ist unvergesslich.

 

Als letztes Highlight steht Saigon auf unserem Programm. Die glitzernde Metropole entführt uns mit einem charmanten Lächeln in die Nacht – eine exklusive Bootsfahrt im Sonnenuntergang, ein Cocktail in der Rooftop-Bar und Tanzen unter Einheimischen – Saigon weiß sich zu amüsieren. Aufregend und spaßig ist auch die Vespa-Citytour, die wir am letzten Tag unternehmen. Als Beifahrer erkunden wir im rasanten Tempo die Stadt. Nach einem letzten Dinner am Fluss heißt es für uns Abschied nehmen.
Ich komme bestimmt wieder. Die Halong Bucht und Zentralvietnam konnte ich diesmal nicht besuchen und auch die vietnamesischen Strände sollen wunderschön sein.

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