Die Seú-Parade auf Curaçao

Verfasst von Janice Vogel am 02.04.2015

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Blog - Die Seú-Parade auf Curaçao

Auf Curaçao wird am Ostermontag zusammen mit dem Osterfest bei einer bunten Parade durch die Hauptstadt Willemstad auch das traditionelle Erntefest Seú gefeiert. Im Rahmen der Feierlichkeiten ziehen alljährlich etwa fünftausend Teilnehmer in farbenfrohen Kostümen zu den mitreißenden Rhythmen traditioneller Musik durch den Stadtteil Otrabanda.

Die Tradition des Seú geht zurück bis ins 17. Jahrhundert, als während der Erntesaison die Feldfrüchte, wie Sorghumhirse, Kürbisse und Erdnüsse eingebracht wurden. Aufgrund der geografischen Lage am Äquator und der damit einhergehen Hitze auf Curaçao war die Ernte körperliche Schwerstarbeit und wurde beim abschließenden Seú, dem feierlichen Marsch aus den Feldern, gefeiert. Dabei spielten die Männer auf Instrumenten wie kachu (Kuhhorn), benta (Mundbogen), chapi (Hacke) und wiriwiri (Reibe), während die Frauen die Ernte auf dem Kopf transportierten. Der traditionelle Tanz des Seú, wapa genannt, stellt mit anmutigen Bewegungen die Tätigkeiten des Säens und Erntens nach.

Durch den Einzug der modernen Landwirtschaft veränderte sich die Erntearbeit, die Tradition des Erntefestes ist auf der Karibikinsel jedoch in Form der großen Seú-Parade noch immer lebendig.

 

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