Fischbestände im Great Barrier Reef erholen sich

Verfasst von Julia Burchard am 08.04.2015

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Blog - Great Barrier Reef
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Das Great Barrier Reef an der Nordostküste Australiens ist mit über 300.000 Quadratkilometern das größte Korallenriff der Erde und wurde 1981 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Das Ökosystem des Riffs ist besonders empfindlich und leidet stark unter Klimawandel und Umweltverschmutzung. Laut einer Studie hat das Riff in den letzen 30 Jahren durch Sturmschäden, korallenfressende Seesterne und die Korallenbleiche die Hälfte seiner Korallen verloren. Ein Drittel des Riffs wurde daher unter besonders strengen Schutz gestellt. In den so genannten „No-Take Marine Reserves“(NTMR) sind weder Fischerei oder Bohrungen noch das Sammeln von Korallen erlaubt.

 

Diese erweiterten Schutzmaßnahmen scheinen sich nun auszuzahlen: Wissenschaftler des Australischen Instituts für Meereswissenschaften (AIMS) berichten im Fachblatt „Current Biology“, dass sich die Fischbestände deutlich verbessert haben. Gleichzeitig habe sich das Riff nach dem schweren Zyklon „Hamish“ im Jahr 2009 deutlich schneller wieder erholt als ohne die Schutzzonen zu erwarten gewesen wäre. Für die Studie untersuchten die Forscher die Zahl und Größe der Zackenbarsche, die im Riff leben. Das Ergebnis war, dass es in den Schutzzonen nicht nur mehr Barsche gab als im restlichen Riff, sie waren auch größer als ihre Artgenossen.

 

Dennoch ist das Great Barrier Reef weiterhin durch Umweltverschmutzung, Sedimenteintrag, Küstenbebauung und die Folgen des Klimawandels bedroht. Der Plan große Häfen nahe des Riffes zu bauen wurden zwar kürzlich von der australischen Regierung gestoppt, doch die UNSECO erwägt dennoch das Riff auf die Rote Liste der bedrohten Weltnaturerbestätten zu setzen – keine guten Aussichten für die australische Tourismusbranche.

 

Quelle: Deutsche Welle (http://www.dw.de/hoffnung-f%C3%BCrs-great-barrier-reef/a-18342641)

 

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