Grün in tausend Tönen – Geoplanerin Julia auf den Azoren

Verfasst von Julia Burchard am 15.04.2016

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Blog - Azoren
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Grasgrün, Flaschengrün, Smaragdgrün, Moosgrün, Olivgrün – die Azoreninsel São Miguel erstrahlt in unzähligen Schattierungen von Grün. Saftiges Gras und dichte Hecken, hellgrüne Hortensiensträucher, dunkle Nadelbäume und türkisgrünes Wasser im Kratersee bilden ein grünes Mosaik, geschmückt mit pinkfarbenen Azaleenblüten und gelbem Ginster.

Wir sind unterwegs auf der Azoreninsel São Miguel, der größten Insel des Archipels. Auf Einladung unseres Partners Melo Travel haben wir die Chance uns einen Eindruck dieses spannenden Reiseziels zu verschaffen. Nun stehen wir am Aussichtspunkt Vista do Rei und schauen hinab auf die drei Kraterseen von Sete Cidades, die in unterschiedlichen Grüntönen leuchten. Über uns ziehen dramatische Wolken und werfen Schatten auf die Wasseroberfläche. Wenn die Sonne durchkommt leuchten die Farben noch intensiver – eine unvergessliche Aussicht!


Nach 4 Stunden Flug ab Frankfurt eröffnete sich schon beim Landeanflug auf den Flughafen von Ponta Delgada ein herrlicher Blick auf die Inseln, die wie Smaragde im blauen Atlantik liegen. Die gemütliche Hauptstadt erkundeten wir während eines Spaziergangs und am Hafen ließen wir uns den Seewind um die Nase wehen. Am nächsten Morgen stand Whale Watching auf dem Programm. Die Azoren sind eines der Top-Ziele für die Walbeobachtung, denn die Meeressäuger können das gesamte Jahr über in den Gewässern um die Inselgruppe gesichtet werden. Auf unserer Tour konnten wir außerdem Delfine, einen Mondfisch und eine Meeresschildkröte beobachten; letztere holte die Meeresbiologin sogar an Bord um sie von einem Parasiten zu befreien.

 

Am Nachmittag unternahmen wir einen Ausflug zu den Kraterseen von Sete Cidades – mein persönliches Highlight! Auf dem Rückweg entlang der Südküste hatten wir einige spektakuläre Ausblicke auf die steil abfallenden Klippen und kleinen Buchten. Im Sommer könnte man an den vulkanisch-grauen Sandstränden baden gehen. Zum Abschluss des Tages besuchten wir eine Ananasplantage. Die Ananaszucht hat Tradition auf den Azoren, muss aber aufgrund des Klimas in Gewächshäusern erfolgen. Zwei Jahre dauert es bis eine Ananas erntereif ist und entsprechend höher ist (trotz Subventionen) auch der Preis. Verglichen mit den Früchten, die wir beispielsweise aus Costa Rica bekommen, ist aber auch der Geschmack um Welten besser.

 

Am nächsten Tag ging es nach Furnas, das für seine Thermalquellen und Fumarolen bekannt ist. Die Erdwärme wird hier genutzt um das typische Gericht Cozido zuzubereiten. Dazu werden Fleisch, Gemüse und Kartoffeln in einen großen Topf geschichtet, der früh am Morgen in der warmen Erde vergraben wird. Mittags sind die Zutaten fertig gekocht und der Topf wird wieder ausgegraben. Wir kamen zum Mittagessen in den Genuss dieser deftigen Spezialität. Vorher konnten wir noch ein wunderbar entspannendes Bad in den Thermalquellen des Terra Nostra-Parks nehmen. Das 38 Grad heiße Wasser hat eine rot-bräunliche Farbe, die auch auf Körper und Kleidung abfärbt – unbedingt alte/dunkle Badekleidung und Handtücher verwenden! Praktisch ist, dass man Handtücher im Hotel Terra Nostra ausleihen kann. Dieses Hotel im Art Déco-Stil ist auch das Hotel, das mir auf der Insel am besten gefallen hat.

 

Am Nachmittag besichtigten wir die Teeplantage von Chá Gorreana, eine der wenigen Teeplantagen in Europa. Hier kann man sehen, wie der Tee mit 100 Jahre alten Maschinen verarbeitet wird, und man kann natürlich den grünen und schwarzen Tee probieren. Köstlich!

 

Mit einem gemütlichen Abendessen in der „Quinta dos Sabores“, einer Art Familienrestaurant der äußerst herzlichen Gastgeberin Inês Sá da Bandeira, endete unsere Reise. Das im eigenen Garten angebaute Gemüse sowie Fleisch und Fisch von den Azoren werden hier in kreative Gerichte verwandelt und zum Abschluss gibt es selbst angesetzte Liköre. Ich würde das Restaurant allen Besuchern empfehlen, nur muss unbedingt vorher reserviert werden.

 

Mit schwerem Herzen verließen wir die Azoren früh am Morgen des folgenden Tages. Ich war ganz verzaubert und möchte unbedingt zurück kommen.
Die Inselgruppe ist ein schönes Reiseziel für aktive Urlauber, die die genussvolle portugiesische Lebensart zu schätzen wissen. Man kann tolle Wanderungen unternehmen, in den Thermalquellen baden, auf Bootstouren gehen und tauchen. Auch wenn die Azoren keine Badedestination sind, kann man sich im Sommer an den vielen grauen Sandstränden erfrischen.
Das Hotelangebot ist vielfältig und bietet auch außergewöhnliche und sehr moderne Optionen. Die beste Art die Inseln zu erkunden ist mit dem Mietwagen oder mit einem privaten Fahrzeug mit Fahrer. Kulinarische Genüsse runden den Urlaub ab: Es gibt hervorragenden Fisch, heimisches Rindfleisch, sehr guten Käse, aromatische Ananas und reichhaltige Süßspeisen.


Hier geht's zur Foto-Galerie.

 

Haben Sie Interesse an einer Reise auf die Azoren? Wir beraten Sie gern!

 

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