Königin für einen Tag – Flitterwochen in Malaysia

Verfasst von Janice Vogel am 15.08.2014

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Kuala Lumpur, Malaysia
Petronas Twin Towers, Malaysia
Lake Kenir, Malaysia
Tangjong Jara Resort, Malaysia
Pulau Tenggol, Malaysia

Kennen Sie Mangostane? Oder waren Sie schon einmal Königin oder König für einen Tag? Und wussten Sie, dass der Ruf eines Nashornvogels mehr als zwei Kilometer weit zu hören ist? Ich auch nicht. Dank meiner Reise nach Malaysia konnte ich diese Wissenslücken erfolgreich auffüllen und weiß Ihnen nun zu berichten: Mangostane ist eine köstliche Frucht, Königin zu sein bringt einige Annehmlichkeiten mit sich und ja, der Ruf eines Nashornvogels ist wirklich außergewöhnlich.

 

Aber erst einmal auf Anfang. Fast ein Jahr musste ich auf meinen Malaysiaurlaub warten und dann war es endlich soweit: selamat datang ke Malaysia! Erste Station meiner Reise war Kuala Lumpur, Hauptstadt, Millionenmetropole und Schmelztiegel der Kulturen – neben einer Moschee folgt eine Kirche oder ein Tempel und an der Ampel steht eine Minirock tragende Chinesin neben einer verschleierten Malaiin.

Für mich bedeutete KL vor allem Eines: Shopping. Mein Hotel lag gleich gegenüber einem der größten Shoppingcenter der Welt, dem Berjaya Times Square. Die Megamall ist eine von unzählig vielen in Kuala Lumpur und mein halbleerer Koffer füllte sich rasch. Nur gut, dass nach drei Tagen wieder Schluss war.

 

Denn für mich hieß es „auf in den Dschungel!“. Mit dem Mietwagen ging es von Kuala Terengganu zum Lake Kenir. Leichter gesagt als getan. Nachdem wir uns an den Linksverkehr gewöhnt hatten, ging das Navi aus und wir mussten umkehren: der Zigarettenanzünder war kaputt. Und hier zeigte sich zum ersten Mal die gemütliche Seite der Malaien. Nach 20 Minuten Wartezeit wurden wir vom Sohn des Vermieters in die Innenstadt gefahren, inklusive Sightseeing-Tour (wir konnten kurz die wunderschön glitzernde Kristallmoschee betrachten) und das Problem wurde, neben der Reparatur der Scheinwerfer, behoben. Die Fahrt zum Lake Kenir gestaltete sich dann recht einfach: Grün, soweit das Auge reicht, dazwischen eine Teerstraße.

 

Lake Kenir hat mich Eines gelehrt – Luft ist trinkbar! So wurde ich Teil der malaiischen Gelassenheit. Statt sieben, lief ich fast 15 Minuten zum Restaurant, Trinken wurde zu meinem Hobby und „Wenn nicht Heute, dann eben Morgen“ mein Mantra. Und siehe da, es stellte sich die pure Erholung ein.

Ob der Ausblick vom Balkon, beim Baden im Saok Wasserfall oder während der frühmorgendlichen Vogelbeobachtungstour – Lake Kenir war wie ein Schönheitsschlaf. Vor allem die Menschen hatten es mir hier angetan: der 23-jährige Vogelkundler, dessen Leben sich um das Studium der Flora und Fauna Malaysias dreht, die Kellnerin, die sich unheimlich freute, dass uns Ihr Curry Mee schmeckte und der junge Mann-für-alles, der uns vom Leben im Resort und am Lake Kenir erzählte.

 

Nur vier Tage später befand ich mich dann in einer komplett anderen Welt: in Dungun. Vor mir lagen ein kilometerlanger Sandstrand und das Meer, welches zu meinem geliebten Meer wurde, in dem ich schnorchelte, an dem ich Muscheln suchte und ein Dinner zu Zweit genießen durfte. Hier war ich auch Königin für einen Tag: eine Hochzeitszeremonie (Mandi Bunga), die sonst nur dem Adel zusteht, durfte ich während meiner Flitterwochen erleben. Sieben Wasser haben wir unter dem Trommeln der Musiker gesammelt, die uns am Ende zusammen mit Blüten über den Körper gegossen wurden. Den letzten „Guss“ sollten wir selber vornehmen und uns dabei etwas wünschen. Unser traditioneller Sarong (den wir vorher anziehen sollten) blieb dort, denn nach Brauch soll nichts Altes in das neue Leben mitgenommen werden.

 

Jetzt sitze ich wieder bei Geoplan an meinem Schreibtisch, im Blick eines meiner kleinen Meeresfundstücke und denke mir: es gibt noch so viel zu erzählen über Malaysia. Aber vielleicht ist es besser, Sie finden das selbst heraus.

 

terima kasih Malaysia!

 

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