Legenden der Natur – Naturschutz im Südkaukasus

Verfasst von Janice Vogel am 19.11.2014

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Blog - Legenden der Natur
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Zugegeben, hinter dem Namen "Transboundary Joint Secretariat for Nature Conservation in the Southern Caucasus" die Tür zu einer traumhaft schönen Urlaubsdestination zu vermuten liegt nicht sofort auf der Hand. Dafür lockt die Beschreibung der Region, mit der besagtes Projekt sich beschäftigt, gleich umso mehr ins Reich der Urlaubsträume. Farbenprächtige Rhododendronhaine, verwunschene kolchische Wälder, schier endlos weite Steppen, mystische Auenlandschaften sowie Wüsten und schneebedeckte Berggipfel. Was wie aus einem Märchen klingt, liegt in Wirklichkeit wenige Flugstunden von Deutschland entfernt und wartet darauf entdeckt zu werden: die Kaukasus Ökoregion.


Das Transboundary Joint Secretariat ist Teil eines groß angelegten Naturschutzprogrammes für den südlichen Teil dieser Region, das vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vor über 10 Jahren für die Südkaukasusstaaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien ins Leben gerufen wurde. Unter der finanziellen Führung der KfW Entwicklungsbank unterstützt Deutschland eine Vielzahl an Naturschutzprojekten in diesen Ländern. Mittelpunkt dabei sind die Schaffung und Weiterentwicklung von Nationalparks und weiteren Naturschutzgebieten sowie die Unterstützung der ländlichen Gemeinden im Umfeld der Parks bei der Entwicklung nachhaltiger Wirtschaftsperspektiven. So ist in den letzten Jahren nicht nur einiges getan worden, um die Biodiversität zu schützen, sondern die Parks zugleich für Touristen durch neue Besucher- und Naturinformationszentren sowie Wanderwege zugänglicher zu machen. Denn ein nachhaltiger gelenkter Tourismus hat das Potential alternative, ressourcenschonende Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung zu schaffen.


Die Schutzgebiete des Südkaukasus locken Naturliebhaber mit einer Artenvielfalt, die man in dieser Fülle nur selten auf unserem Planeten vorfindet. Denn hier, zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, treffen Pflanzen- und Tierarten aus drei Kontinenten aufeinander: Europa, Asien und Afrika. Und sowohl Pflanzen- als auch Tierwelt haben diese außergewöhnliche Lage genutzt und faszinierende Arten entwickelt, die es in dieser Form tatsächlich nur im Kaukasus gibt. Ein ökologischer Hotspot also, den es zu schützen gilt. Und ein geographischer dazu, denn auf kurzer Distanz wechselt die Höhenlage im Kaukasus von unterhalb des Meeresspiegels bis zu Hochgebirgsgipfeln zwischen 5.000 Metern, während man gleichzeitig neun von zehn weltweit vorhandenen Klimazonen durchquert. Spätestens jetzt sollte es keine Überraschung mehr sein, dass der Kaukasus vom WWF als einer der "Global 200" ausgerufen wurde - eine der ökologisch wertvollsten Schlüsselregionen unserer Erde.


Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Für weitere Informationen rund um das Reisen in dieser Region und ihren Schutzgebieten hat das TJS die Webseite

Legends of Nature zur Verfügung gestellt. Einfach durch die bereitgestellten Broschüren blättern oder kostenlos downloaden, und wenn Sie schon mal einen kleinen Einblick in den Charme der Region wagen möchten: kurze Portraitfilme voll traumhaft schöner Landschaften laden zum Schwelgen und Genießen ein.

 

Bilder:

Kazbegi National Park, Georgien ((c) AHT GROUP AG)

Kaukasischer Leopard ((c) Fotolia: Ingridd313)

Dilijan National Park, Armenien ((c) AHT GROUP AG)

Pferdekarren, Georgien ((c) AHT GROUP AG)

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