Thailand im Schnelldurchlauf

Verfasst von Julia Burchard am 31.10.2013

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Thai-Gemüse
Wat Pho, Bangkok
Weißer Tempel, Chiang Rai
Koh Yao, Thailand

Drei Wochen Thailand: Erst Bangkok, dann zum Trekking in den Norden und anschließend zum Entspannen auf die Inseln – Ostküste und Westküste versteht sich. Es war ein ehrgeiziger Plan, den wir für unseren Urlaub geschmiedet hatten, aber wenn man schon mal in Thailand ist, will man ja schließlich auch alles sehen, nicht wahr?


So kam ich also in Bangkok an und staunte über das überaus moderne und effiziente Nahverkehrssystem. Dagegen kann die Berliner S-Bahn einpacken! Bangkok war genau das, was ich von einer asiatischen Hauptstadt erwartet hatte: groß, laut, schwül und quirlig, aber auch wunderschön, beeindruckend und sehr freundlich. Die Tempelanlagen überschlagen in Goldglanz und Farbenprächtigkeit; der große, liegende Buddha schaut gütig und geduldig auf die zahlreichen Touristen herab. Auf den Märkten von Chinatown findet man alles, was man sich vorstellen kann – nur keine Touristen (oder fast). In den Garküchen am Straßenrand brutzelt Gemüse, Fisch, Fleisch und vieles, was ich nicht identifizieren konnte.


Nach zwei Tagen in der Metropole und wenig Schlaf waren wir aber fast ein wenig froh, in den ruhigeren Norden aufzubrechen. Ein Flug im Morgengrauen und ein Tag in Chiang Mai – mehr sah unser Reiseplan nicht vor. Schade eigentlich, denn die Stadt bezauberte uns mit ruhigen Straßen und Gassen, unzähligen Tempeln und einer alten Stadtmauer. Mit dem Fahrrad ließ sich alles wunderbar erkunden.
Am nächsten Morgen ging es per Minibus nach Chiang Rai. Kurz bevor wir die Stadt erreichten hielten wir am sogenannten „Weißen Tempel“ Wat Rong Khun, einem beeindruckenden und verrückten Bauwerk eines thailändischen Architekten. Dramatische Darstellungen der Hölle mit bewaffneten Wächtern und alles in weiß mit kleinen Spiegelplättchen geschmückt – unvergesslich!

In Chiang Rai kamen wir in den Genuss des Samstags-Marktes, der eigentlich eher einem Volksfest glich. Auf der gesperrten Hauptstraße wurden alle möglichen Dinge und Leckereien verkauft; vor der Bühne wurde getanzt.
Am nächsten Morgen gingen wir in Begleitung unserer Reiseleiterin Nut auf eine dreitägige Trekking-Tour zu den Bergvölkern in der Umgebung von Chiang Rai. Erster Programmpunkt war ein Elefantenritt, bevor wir durch die Reisfelder und Ananasplantagen loswanderten. Auf dem Weg pflückten wir Bananenblüten, Bambussprossen und Kürbisblätter für unser Abendessen, das wir später im Haus unserer Gastgeber zubereiteten. Wir übernachteten in einem Lahu-Dorf, dessen Bewohner ihren Lebensunterhalt weitgehend mit Ackerbau und Kleinviehhaltung bestreiten. Am nächsten Tag ging es weiter durch den Wald zu einem Dorf der Akha, wo wir unsere zweite Nacht verbrachten. Hier ging es schon etwas moderner zu, es gab eine große Schule und mehrere Geschäfte. Das Abendessen mit schwarzen Eiern und viel scharfem Gemüse bereiteten wir wieder gemeinsam mit unserer Reiseleiterin Nut zu. Nach dem Besuch eines Wasserfalls am folgenden Tag kehrten wir zurück nach Chiang Rai und traten die Weiterreise über Bangkok in den Süden des Landes an.


Per Zug und Fähre erreichten wir Koh Tao, eine kleine Insel im Golf von Thailand, die vor allem für Ihre Tauch- und Schnorchelgründe bekannt ist. Hier verbrachten wir drei entspannte Tage mit Schnorcheln, Wandern, Kayak fahren und Faulenzen am Strand. Weiter ging es quer über das Festland an die Westküste Thailands, wo wir ein Boot nach Koh Phi Phi nahmen. Koh Phi Phi ist bekannt als Kulisse des Films „The Beach“ und bietet tatsächlich wunderschöne Postkartenansichten von weißen Stränden und steilen Kalksteinfelsen im blauen Wasser. Leider hat die touristische Entwicklung in den letzten Jahren etwas Überhand genommen, doch einen Besuch war die Insel allemal wert. Wer die Fotos sieht, versteht warum…
Nach zwei Tagen Party auf Koh Phi Phi waren wir reif für einen ruhigen Abschluss unseres Urlaubs auf Koh Yao Noi, einer Insel östlich von Phuket in der Bucht von Phang Nga. In einem abgelegenen Resort im Norden der Insel ließen wir drei Tage lang die Seele baumeln, genossen den Strand und gaben unserer Urlaubsbräune den letzten Schliff. Mit dem Strandpanorama im Kopf und einem Lächeln im Gesicht ging es dann über Bangkok wieder zurück nach Berlin.


Auch wenn die Urlaubsbräune schon weg ist, wirkt diese Reise mit tausend neuen Eindrücken, Geschmäckern und Gerüchen noch lange nach! Drei Wochen waren natürlich lange nicht genug um Thailand kennen zu lernen, aber ich glaube wir haben unsere Zeit gut genutzt.

 

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