Zum Totentanz nach Mexiko – Der Dia de los Muertos

Verfasst von Julia Burchard am 20.10.2014

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Blog Dia de los Muertos
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Der Toten zu Ehren werden Geschäfte geschmückt, Totenschädel gebacken und Blumen gestreut – die Mexikaner haben ein unverkrampftes Verhältnis zum Tod und feiern zu Allerheiligen und Allerseelen (01. - 02. November) ein buntes Fest.

 

Ende Oktober geht es auf dem Friedhof vieler mexikanischer Gemeinden lebhaft zu: Gruften werden geputzt und Holzkreuze gestrichen, pünktlich zum Dia de los Muertos, dem Totenfest, das am 01. November beginnt. In den Bäckereien werden süßes Brot in Knochenform (Pan de los Muertos) und Zuckerschädel vorbereitet. Die Geschäfte sind mit Skeletten und Totenköpfen geschmückt.

 

Dem Volksglauben nach kommen die Seelen der Toten einmal im Jahr, zur Erntezeit, zurück in die Welt der Lebenden, um diese zu besuchen. Ursprünglich wurde das Fest im August gefeiert, doch im Zuge der katholischen Missionierung wurde es kurzerhand auf Allerheiligen und Allerseelen verlegt.

 

An diesen Tagen werden die Friedhöfe und Privathäuser mit gelben und orangefarbenen Blumen geschmückt, die den Toten den Weg weisen sollen. Altäre in den Häusern empfangen die Verstorbenen mit deren Leibspeisen, süßem Brot und Zuckergebäck, Coca-Cola, Schnaps und Erinnerungsstücken. Gemeinsam feiert man im Gedenken an Familienmitglieder und Freunde mit viel gutem Essen, Musik und Tanz.

In manchen Regionen wird auch das gesamte Fest auf den Friedhof verlegt, der dann einem bunten Volksfest gleicht. In der Nacht auf den 03. November ist für die Verstorbenen die Zeit gekommen, in das Totenreich zurück zu kehren – bis zum nächsten Jahr.

 

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