Bali - Reise auf die Insel der Götter

Geoplanerin Sandra unterwegs in Bali

Verfasst von Sandra Gluschke am 17.05.2019

Bereits zum zweiten Mal zog es mich auf diese wunderschöne Insel. Von Vorteil war es, dass ich 2012 bereits dort dienstlich unterwegs war und somit schon einige Gegenden und Hotels im Vorfeld kannte. Leider fehlt einem aber auf diesen Reisen die Zeit, das Land intensiver kennenzulernen. Das war also mein Ziel in meinem 2 ½ wöchigen Urlaub.

Der Flug erfolgte von Berlin über Doha mit der Qatar Airways. Leider ist die Flugzeit nach Bali etwas lang und so kann man nach einem sechsstündigen Flug in Doha sich die Füße vertreten und von der angenehmen Atmosphäre dort sich inspirieren lassen.

Endlich angekommen am frühen Abend in Denpasar, erwartete uns unser Fahrer, der uns zu unserer ersten Unterkunft in das Künstlerdorf Ubud brachte. Da im März noch Regenzeit auf Bali ist, begleitete uns auch der erste Regenguss auf dem Weg ins Hotel. Für die ersten Tage in Ubud entschieden wir uns für das etwas außerhalb gelegene Hotel Alila Ubud, das umgeben ist von Reisfeldern und Hängen, in dessen Tal sich ein Fluss entlang schlängelt. Hier bietet sich die Möglichkeit des River Raftings an. Den Abend genossen wir dann im Mondschein auf unserer Terrasse und lauschten den Geräuschen der Natur. Da wir am nächsten Morgen doch schon recht früh wach waren, nutzten wir gleich den morgendlichen Yoga-Kurs am traumhaften Infinity-Pool. Währenddessen begleitete uns eine Affenfamilie, die in den Bäumen von Ast zu Ast schwang und uns scheinbar nachäffte.

Nach dem Frühstück nahmen wir auch gleich den ersten Shuttle Bus des Hotels und fuhren ins Zentrum von Ubud und tauchten dort in die bunte Welt ein. Wir liefen vorbei an Tempeln, erkundigten Seitenwege und gelangten somit in verwunschene Hinterhöfe, manchmal kam ein Tempel zum Vorschein, andere Male ein wunderschönes Cafe oder ein Flussbett. Ubud wird auch als das Künstlerdorf bezeichnet, man findet dort wunderschönen Schmuck, Kunst oder angesagte Korbtaschen in allen Farben, Boutiquen mit handgefertigten Sachen. Auch entdeckten wir recht schnell eine lange Gasse, die links und rechts mit unzähligen Ständen gesäumt und die Frauenherzen höherschlagen ließ. An einem Cafestand inmitten dieser Gasse verweilten wir, da uns der tolle Duft schon von weitem in der Nase kitzelte. Der Kaffee auf Bali ist von sehr guter Qualität, dieser wächst auf der ganzen Insel und wird dort gepflückt und geröstet. Es lohnt also sich ein Tüte Kaffee mit nach Hause zu nehmen und dann noch mal in Gedanken an Bali einzutauchen.

Im Alila Ubud verweilten wir zwei Nächte, genossen dort den Spa Bereich und auch das Abendessen in dem Restaurant, welches vorzügliche typisch balinesische Speisen anbietet, die man unbedingt probieren sollten.  Einzigartig war die Atmosphäre nach einem sehr kräftigen Gewitter am Nachmittag. Über dem Pool hang der Nebel, der aus dem Tal aufstieg.

Da wir uns nicht nur für ein Hotel entscheiden konnten, wechselten wir in Ubud das Hotel und verbrachten dann zwei weitere Nächte in der traumhaften Anlage des Hotels Maya Ubud am Rande der Stadt. Diese Anlage ziert ein wunderschöner Garten, in dem links und rechts vom Wege die privaten Pool Villen liegen. Am Ende der Anlage liegt ebenfalls eine Schlucht, durch die sich ein Fluss zieht. Auf dieser Ebene ist der Spa Bereich mit mehrfach ausgezeichneten Awards, dieser ist umgeben von einer atemberaubenden tropischen Landschaft. Die Ruhe und die Einzigartigkeit der Lage verführen dazu, dass man hier ganz schnell abschalten und einfach nur dem Plätschern des Flusses und dem Vogelgezwitscher stundenlang zuhören kann. Daher genossen wir auch den ganzen Tag an den verschiedenen Pools in dieser Anlage.

Am fünften Tag ging es dann noch weiter ins Landesinnere auf die Hochebenen der Twin Lakes nach Munduk. Die Landschaft ist geprägt von Bergen und ein absolutes Paradies für Naturliebhaber. Auch hier hatten wir uns im Vorfeld für eine kleine Hotelanlage entschieden, die mitten in den Bergen auf einer Höhe von 1200 Metern lag, umgeben von tropischer Natur. Im Hotel Munduk Moding Plantation angekommen, merkte man schon sehr deutlich, dass die Temperaturen wesentlich frischer waren. Das kleine Hotel liegt inmitten einer Plantage und versorgt sich weitestgehend selbst mit dem Obst und Gemüse, das hier wächst. Die Bungalows und Villen liegen verteilt in dieser Anlage, manche auch ganz alleinstehend und sind von einer hervorragenden Ausstattung und Qualität gekennzeichnet. Der Höhepunkt dieser Anlage ist der Infinity Pool, der zu den 10 schönsten Infinity Pools weltweit gehört. Die Wolken scheinen förmlich mit dem Wasser zu verschmelzen oder auch darüber zu schweben. Es ist ein wechselndes Schauspiel, je nachdem ob die Sonne scheint oder ob die tiefliegenden Wolken darüber hinwegschweben. Erwähnenswert ist auch der perfekte Service und das sehr gute Essen in diesem Hotel. Auch eine Besonderheit des Hotels ist es, dass im Aufenthalt preislich schon drei verschiedene Ausflüge enthalten sind, so dass es durchaus lohnt hier für 2-3 Nächte zu verweilen. Wir nutzen davon zwei, hatten dann einen Fahrer für uns allein und er hat sich zeitlich in Absprache nach uns gerichtet, wie viel Zeit wir an den jeweiligen Orten verbleiben wollen. Der erste Ausflug führte und zu den Twin Lakes und den gigantischen drei Wasserfällen. Die Größe und Wucht der Wasserfälle waren schon sehr beeindruckend. Einer der Wasserfälle lag sehr weit unten im Tal, über 500 Stufen mussten erst bergab und dann auch wieder bergauf bezwungen werden. Die Wanderung führte vorbei an einer wunderschönen Flora und Fauna, die Grillen zirpten in einer unglaublichen Lautstärke, so dass man sich wie im Dschungel fühlte.

Am darauffolgenden Tag unternahmen wir einen weiteren Ausflug durch die Hochebene. Am frühen Morgen schien auch wieder die Sonne, so dass das Baden in den heißen Quellen von Banjar sehr angenehm war. Nach dem Baden ging es weiter durch das grüne Hochland vorbei mit Kaffee- und Nelkenbäumen gesäumten Straßen zur großen Tempelanlage Pura Luhur Batukaru – Batukaru. In dem verwunschen wirkenden, verwilderten Garten des Pura Luhur Batukaru befinden sich weitere zahlreiche Pfade, Treppen und Stufen führen zu anderen Schreinen und Tempeln. So kann man ganz in Ruhe durch diese Bereiche der Anlage wandern und die exotische Landschaft und Architektur auf sich wirken lassen. Von hier aus ging es weiter zum Küstenort Lovina an der Nordküste der Insel gelegen. Dieser Ort war für uns etwas enttäuschend und ich würde diesen Ort nicht unbedingt für einen Badeaufenthalt wählen.

Nach diesen erlebnisreichen Tagen ging unsere Tour weiter an die Ostküste ins Fischerdorf Amed. Der Weg dorthin führte uns entlang an der Küstenstraße im Osten der Insel, vorbei am Vulkan Agung. Noch ist es hier sehr ruhig mit einer angenehmen touristischen Infrastruktur. Derzeit verirren sich hauptsächlich Tauch-Touristen und Individualreisende nach Amed.

Hier verweilten wir weitere 2 Nächte. Dieser Ort ist charakteristisch für den Fischfang, ebenso aber bekannt als Schnorchel- und Tauchrevier. An den einzelnen dunklen Stränden liegen die Fischerboote, die sehr früh am Morgen zum Fischen hinausfahren und dann gegen acht bis neun wieder mit frischem Fisch zurückkehren. Überall in den vielen Restaurants wird der fangfrische Fisch dann angeboten.

Nach diesen beiden Tagen, die wir recht ruhig am Strand verbracht hatten, ging es nun weiter nach Sanur im Südosten der Insel, unsere letzte Station auf unserer Reise. Hier verweilten wir die letzten sieben Tage im wunderschönen Hotel Maya Sanur. Der Ort Sanur schlängelt sich über einige Kilometer an der Küste entlang, parallel zum Meer verläuft der kilometerlange Strandweg, auf dem es sich sehr gut promenieren lässt, viele kleine Restaurants laden zum Verweilen und zum Sundowner ein. Ebenso säumen die Hauptstraße des Ortes unzählige kleine Boutiquen und Restaurants, in denen es sich wunderbar verweilen lässt.  In Sanur besuchten wir auch einen Kochkurs und tauchten in die Kunst der balinesischen Küche ein. Es gibt vor Ort viele kleine Kochschulen und mitunter werden auch Kochkurse direkt im Hotel angeboten.

Die letzte Woche nutzen wir dann auch für weitere Touren in die Umgebung. Mit dem Taxi führen wir in den Ort Seminyak an der Südwestküste um vor allem die sagenumworbenen Sonnenuntergänge dort zu sehen. Der Ort lädt unter anderem auch sehr zum Shoppen ein, unzählige Boutiquen säumen den Straßenrand, so dass man gut einen Tag zum Shoppen einplanen kann. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir den breiten langen Sandstrand. Viele Menschen waren am Strand und es glich einem sehr relaxten Spektakel in Erwartung auf den Sonnenuntergang. Wir wurden mit einem grandiosen Sonnenuntergang belohnt. Das Meer und der Himmel verfärbten sich blutrot und alle paar Minuten, wechselte dann die Stimmung am Himmel. Es war ein großartiges Schauspiel, diesen Sonnenuntergang zu beobachten. Danach suchten wir das Seasalt, ein Fischlokal direkt am Strand auf und genossen den warmen Abend mit dem Meeresrauschen und dem köstlichen Essen.

Eine weitere Tour unternahmen wir am vorletzten Abend nach Jimbaran. Der rund vier Kilometer lange Jimbaran Beach lockt nicht nur mit seichtem Wasser und seinem hellen, feinen Sand, sondern auch mit schönen Sonnenuntergängen. Am Strand entlang befinden sich auch viele Luxushotels. Zum Abend hin öffnen die unzähligen Fischrestaurants. Es werden Tische und Stühle an den Strand gestellt, welche sich dann auch sehr schnell füllen. Das einstige kleine Fischerdorf Jimbaran hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Restaurant-Meilen Balis entwickelt. Zurück zum Hotel per Taxi ließen wir den Abend noch auf uns wirken.

Am nächsten Tag hieß es nun leider Abschied nehmen von dieser wunderschönen Insel und von den freundlichen Balinesen. Die Erholung und Gelassenheit im Gepäck traten wir dann den langen Heimflug wieder mit den Gedanken im Hintergrund an, dass dieses nicht unser letzter Bali-Aufenthalt gewesen sein wird.

Ich hoffe mit diesem Bericht meinen Lesern die Lust auf Bali erweckt zu haben.

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