Vietnam: Kultur, Küche und Küstenlandschaften

Unterwegs zwischen Da Nang und Phu Quoc

Verfasst von Katrin Raithel am 10.04.2019

Kultur, Küche und Küstenlandschaften war das Thema meiner Inforeise nach Vietnam, bei der es vorrangig um die Strände zwischen Da Nang und Phu Quoc ging. Die mehr als 3000 Kilometer lange Küste Vietnams ist ideal für die Kombination aus Strandurlaub und kulturellen Höhepunkten, da das Meer nie weit entfernt ist.

Meine Reise begann im Südwesten auf der Insel Phu Quoc, die nicht nur traumhafte Strände und schöne Resorts bietet. Es ist ein Ort, wo der Pfeffer wächst, seit dem der Pfefferanbau im 18. Jahrhundert von den Chinesen eingeführt wurde. Besonders lecker ist der sogenannte Tieu – zerstoßener Pfeffer mit Salz und Limonensaft, der zu den allgegenwärtigen Meeresfrüchten oder Fischgerichten verzehrt wird. Auch die berühmte vietnamesische Fischsauce wird auf der Insel hergestellt, da die Hauptzutat Anchovis direkt hier im Golf von Thailand gefischt wird. Auch das für die Verarbeitung verwendete Salz kommt aus Vietnam, bevor die Sauce etwa ein Jahr lang in Holzbottichen reift.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Saigon bzw. Ho Chi Minh Stadt ging es weiter nach Na Thrang – auch hier kilometerlange Traumstrände und viele vorgelagerte Inseln, die wir bei einer Bootstour erkunden. Prägend sind hier die vielen Fischfarmen und die runden Korbboote aus Bambus, die hier ein wichtiges Transportmittel sind. Wer seekrank wird, kann einige der Inseln auch mit der 3,3 km langen Seilbahn erreichen. Mich überraschte das pulsierende Nachtleben in Na Thrang, das wir bei einer Vespatour erkundeten. Neben den Strandbars ist auch die im 43. Stockwerk gelegenen Skylight Bar einen Besuch wert – auch wer kein Freund lauter Musik ist, kann hier zumindest den Ausblick auf die Skyline genießen.

Die Reise führt uns noch weiter nördlich ins Zentrum von Vietnam nach Da Nang. Auch hier lässt sich Entspannung an langen Stränden perfekt mit Sightseeing verbinden. Besonders beeindruckt haben mich die Marmorberge, obwohl oder gerade weil diese in vielen Reiseführern gar nicht oder kaum genannt werden. Die grün bewachsenen Kalksteinfelsen beherbergen zahlreiche Höhlen und Pagoden, die teils recht versteckt und etwas rutschig sind. Ich hätte hier gerne einen ganzen Tag verbracht, da es ein sehr friedlicher und erstaunlich wenig besuchter Ort war.

Besonders bunt war Vietnam, da während meiner Reise das Mondfest oder Mittherbstfest (Tet Trung Thu) gefeiert wurde. Es wird in Vietnam traditionell am 15. Tag des 8. Monats des chinesischen Mondkalenders begangen. Es ist inzwischen ein Familienfest, an dem sogenannte Mondkuchen mit verschiedenen Füllungen zum Verschenken an Familie und Freunde gekauft werden, niemals für den Eigenverzehr. Besonders eindrucksvoll war der Abend in Hoi An mit Tausenden von Laternen, die über den Gassen hingen und auf den Booten über den Fluss glitten. Hoi An ist auch bekannt für die vielen kleinen Werkstätten, die Lampions in vielen Formen, Farben und Größen herstellen und verkaufen – einen guten Eindruck dieser Tradition erhält man dort übrigens jeden Monat am Abend des Vollmonds.

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