Japan: Malerisches Kiso-Tal & Kaiserstadt Kyoto

Geoplanerin Katharina entdeckt Japan abseits der Touristenpfade

Verfasst von Katharina Lebschy am 27.04.2020

Schon lange träumte ich davon, einmal im Kyotoer Viertel Gion auf den Spuren der legendären Geishas zu wandeln und mich auf der alten Handelsstraße von Magome und Tsumago in die alte Edo-Zeit zurückversetzen zu lassen. Mit meiner Japanreise im Mai letzten Jahres gingen beide Wünsche zugleich in Erfüllung!

Von Tokyo aus führte mich meine Reise zunächst nach Matsumoto in der Präfektur Nagano. Der überschaubare Ort ist bekannt für seine gut erhaltene Samurai-Burg aus dem 16. Jahrhundert. Wegen Ihres schwarz-weißen Anstrichs wird die Anlage treffend auch als „Krähenburg“ bezeichnet. Nach einem kurzen Besuch ging die Fahrt noch am selben Tag weiter nach Kiso-Fukushima im Kiso-Tal.

Der Ort liegt in schöner, naturnaher Umgebung und bietet die Möglichkeit, bei Übernachtungen in einem traditionellen Ryokan tiefer in das japanische Leben einzutauchen. Die Gastgeber heißen einen herzlichst willkommen, die hervorragende, ganz landestypische, Kaiseki-Küche bietet Gaumenfreuden für Neugierige und Feinschmecker und ein Bad im Onsen lässt Körper & Geist entspannen. In Kisofukushima gibt es mit dem Kozen-ji Tempel mit kleinem Zen-Garten, einem öffentlichen Fußbad und dem Fukushima Checkpoint ein paar interessante Anlaufstellen. Darüber hinaus lässt sich von hier aus ideal eine Wanderung entlang des alten Handelswegs, dem Nakasendo, unternehmen.

Der Handelsweg ist eine der „Fünf Straßen“ aus der Edo-Zeit, die von Händlern, aber auch Fürsten und Samurai auf Ihrem Weg in die Hauptstadt benutz wurden. Auf einer Strecke von über 500 km, oftmals durch wunderschöne Berglandschaften und vorbei an alten Post- und Zollstationen, verbindet die Straße die beiden Städte Kyoto und Tokyo. Die ca. 8 km lange Wanderung von Magome nach Tsumago ist leicht zu bewältigen und war auf jeden Fall ein Highlight dieser Japan-Reise. Nicht ganz so malerisch, aber durch grüne Wälder, führt der Wanderweg von Yabuhara über den Torii-Pass nach Narai-Juku. In Narai laden viele alte Holzhäuser mit kleinen Läden und Teehäusern zu einem entspannten Bummel und Ausklang des Tages ein. Mein Fazit: das Kiso-Tal ist abseits vom Trubel der Großstädte vor allem für Naturbegeisterte eine perfekte Reiseergänzung.

Doch damit endete mein Abenteuer noch nicht, denn auch die einstige Kaiserstadt Kyoto wartete auf mich. Mit ihrem für eine Großstadt so entspanntem Flair hat sie mich sofort begeistert. Das Aufeinandertreffen von alten buddhistischen Tempeln & Shinto-Schreinen, grünen Parkanlagen & dem Kamo-Fluss auf moderne Straßenzüge, neue große Bahnhofsgebäude sowie eine Vielzahl an Restaurants machen den Reiz Kyotos aus. Eine ausführliche Besichtigung über mehrere Tage rate ich daher jedem Japan-Reisenden an, um Kyoto gerecht zu werden. Auch ein Besuch der ca. 30 min. entfernten Hauptstadt, Nara, einen Besucht abstatten zu können.

Wie schon nach meiner ersten Reise in das faszinierende Land sage ich auch dieses Mal: bye bye Japan – bis zur nächsten Reise!

 

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