Ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen, bin ich bis zum Abitur kaum gereist und habe große Städte eher gemieden. Heute lebe ich in Berlin und entdecke begeistert Länder, Städte und Landschaften rund um die Welt. Im Mai ergab sich erneut die Chance: eine Reise nach Kolumbien und Panama – mit drei sehr unterschiedlichen Städten.
Ankunft in Medellín mit Wow-Effekt
Von Frankfurt ging es über Madrid nach Medellín. Trotz später Ankunft war die Müdigkeit schnell verflogen, als wir vom Flughafen Richtung El Poblado fuhren. Die Straße verlief am oberen Talrand, und unter uns breitete sich Medellín als funkelndes Lichtermeer aus. Im Hotel wartete direkt ein kulinarischer Einstieg: Empanadas, Patacones, Carimañolas und viele weitere Leckereien. Danach ging es auf die Zimmer – mit großer Vorfreude auf die kommenden Tage.
Medellín ist so vielfältig
Drei Nächte pro Stadt bedeuteten volle Tage mit Ausflügen und Eindrücken. Medellín bot die perfekte Mischung aus Natur und Stadtleben. Besonders die Comuna 13 mit ihrer Straßenkunst, den bunten Häusern und den verschachtelten Wegen hat mich beeindruckt – ebenso der Ausblick von ganz oben. Ganz anders zeigte sich die Comuna 3 mit ihren Märkten, Cafés, Bars und den Rolltreppen den Berg hinauf, die einen Einblick in das moderne Nachtleben der Stadt geben.
Auch das Umland lohnt sich: Nur etwa eine Stunde entfernt liegt die Kaffeeplantage Café de la Cima, wo wir den gesamten Prozess von der Bohne bis zur Tasse kennengelernt haben – inklusive eigener Verkostung. Seitdem weiß ich: Die Zubereitung macht wirklich einen Unterschied (in meinem Haushalt ist jetzt die French Press dazugekommen). Ein weiteres Highlight war Guatapé mit dem berühmten Felsen El Peñol. Die 708 Stufen sind gut machbar, wenn man sich Zeit lässt – und die Aussicht ist jede Stufe und jedes Schnaufen wert.
Next stop: Cartagena
Der Flug nach Cartagena dauerte nur etwa eine Stunde. Unterwegs sahen wir ein beeindruckendes Gewitter in der Ferne – zum Glück blieb unser Flug aber ruhig. Unser Hotel lag am Rand der Altstadt und war ideal für Spaziergänge durch die bunten Straßen von Cartagena. Tagsüber entspannt zum Bummeln und Kaffee Trinken, wurde es abends lebendig: Musik, Streetfood und volle Straßen überall. Ein Ausflug zu den Islas del Rosario war ein weiteres Highlight. Wir besuchten die hinterste der Inseln von Cartagena aus gesehen: die Isla Recoleta bot türkisblaues Wasser, ein ruhiger Strand und echtes Inselfeeling wie aus dem Bilderbuch.
Kulinarisch blieb Cartagena ebenfalls in Erinnerung: ein Rum-Tasting bei Dictador, frische Fischgerichte und eine interessante Obstverkostung sowie neue Lieblingsfrüchte wie Guanábana, Mango de Azúcar oder Granada.
Abschied aus Kolumbien – Panama City wartet
Auch der Flug nach Panama City dauerte nur etwa eine Stunde – und doch fühlte es sich wie ein kompletter Wechsel an. Die Skyline von Panama City war schon aus der Ferne sichtbar und so beeindruckend wie auf den Bildern!
Unser Hotel lag in Bella Vista, perfekt zwischen Hochhäusern und guter Anbindung, auch wenn der Verkehr zu Stoßzeiten nicht zu unterschätzen ist.
Ein Tagesausflug führte uns zunächst über einen lokalen Markt mit frischem Obst und Eis-Fruchtpürees, dann in den Nationalpark Altos de Campana mit kurzer Wanderung und Blick bis zum Ozean. Besonders in Erinnerung blieb eine Ananasfarm – seitdem schmeckt Ananas zu Hause irgendwie anders, denn es fehlt die Sonne auf der Zunge. Sehr eindrücklich war auch der Besuch bei den Emberá im Regenwald: Bootsfahrt, Einblicke in die Kultur und ein traditionelles Mittagessen mitten in der Natur. Und ja – der Regenwald hat seinem Namen dort wirklich alle Ehre gemacht.
Der Panama-Kanal zum Schluss
Am letzten Tag stand noch der Panama-Kanal auf dem Programm. Überraschend spannend – selbst ohne das ich bisher je großes Vorinteresse an Schiffen hatte. Die Geschichte dahinter und der Film, den man vor Ort schauen kann sind absolut sehenswert. Vor dem Rückflug blieb noch Zeit für einen letzten Bummel durch die Altstadt von Panama City und ein letztes Mittagessen. Ein kleines persönliches Highlight zum Schluss: ein Kolibri, der mir kurz bevor wir los mussten noch über den Weg flog.
Fazit für meine Reise
Drei Städte, drei völlig unterschiedliche Welten – in Klima, Struktur, Atmosphäre und Menschen. Jede hat ihren eigenen Charakter gezeigt, und trotzdem waren es nur erste Einblicke. Von nun an weiß ich, dass ich definitiv noch einmal zurück möchte!
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