Manche Reisen sind mehr als nur ein Urlaub. Es sind Momente, in denen ich stehen bleibe, schaue und einfach nur staune. Genauso fühlte sich meine Reise nach Australien und Vanuatu an: intensiv, abwechslungsreich und voller Erlebnisse, die mir lange in Erinnerung bleiben werden.
Melbourne – ankommen und loslassen
Meine Reise begann in Melbourne. Die Stadt hat mich begeistert: kreativ, lebendig und gleichzeitig erstaunlich entspannt. Nach der Ankunft ließ ich es bewusst ruhig angehen, denn am nächsten Morgen startete bereits mein Roadtrip entlang einer der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt.
Great Ocean Road – Staunen bei jedem Halt
Mit dem Camper fuhr ich entlang der Great Ocean Road in Richtung Port Fairy – mit einigen Stopps unterwegs. Überall wollte ich anhalten, die Aussicht genießen und die Kamera zücken. Und dann standen sie plötzlich vor mir: die Zwölf Apostel. Den Wind im Gesicht, den Blick über den Ozean gleiten lassen und die mächtigen Felsformationen aus dem Meer ragen sehen – dieser Moment war einfach überwältigend. Diese atemberaubenden Ausblicke gehören für mich zu den unvergesslichsten Erinnerungen der Reise. Danach ging es von der Küste weg in die Grampians. Die Landschaft wurde ruhiger, weiter und ursprünglicher. Die Berge türmten sich auf, und die Natur Australiens wirkte plötzlich noch üppiger. Ich hatte das Glück, zwischen zwei Regenfällen die Schönheit der Grampians in vollen Zügen zu genießen.
Südaustralien – kleine Orte & große Genussmomente
Über Murray Bridge, eine Stadt, die für Eisenbahn und Ruderer bekannt ist, fuhr ich weiter nach Hahndorf, Australiens ältestem deutschen Dorf. Die Fachwerkhäuser, kleinen Läden und gemütlichen Cafés lohnen sich wirklich für einen kurzen Zwischenstopp. In Adelaide erwartete mich dann ein ganz besonderer Moment: der Auftakt zum Indian Pacific. Aber zuerst stand noch eine kleine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Adelaide ist zwar eine Großstadt, hat für mich aber einen Kleinstadtcharakter und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Bevor der Zug am nächsten Abend nach Sydney abfuhr, wurde ich zu einem stimmungsvollen Abendessen ins Barossa Valley eingeladen. Ein Weingut, umgeben von Weinbergen, gutem Essen und regionalem Wein – ein perfekter Start für das Zugabenteuer, das noch kommen sollte.
Der Indian Pacific – Begegnungen, Weite & besondere Stopps
Die Fahrt mit dem Indian Pacific war für mich weit mehr als nur eine Zugreise. Das sanfte Dahingleiten durch die Weite Australiens, der nostalgische Charme des Zuges und vor allem die Begegnungen mit den Mitreisenden machten diese Fahrt unvergesslich. Spontane Gespräche beim Essen, beim Blick aus dem Fenster oder einfach bei einem Drink führten zu herzlichen Begegnungen und lustigen Geschichten. Ein weiterer Höhepunkt war der Stopp in Broken Hill, wo direkt vom Zug aus ein organisierter Ausflug angeboten wurde. Die historische Bergbaustadt und die weite Outback-Landschaft waren beeindruckend – ein Ort, der so wahrscheinlich nicht auf meiner Reiseplanung gestanden hätte. Kurz vor Sydney stieg ich in den Blue Mountains aus und erkundete die beeindruckende Region ausgiebig. Die tiefen Schluchten, weiten Aussichten und die frische Bergluft hinterließen einen bleibenden Eindruck. Nach einem wundervollen Tag in den Blue Mountains ging es mit einem regionalen Schnellzug weiter nach Sydney, wo mein Gepäck schon für mich bereitstand.
Vanuatu – eines der ursprünglichsten Inselparadiese im Südpazifik
Nach einer kurzen Zwischenübernachtung in Sydney flog ich weiter nach Vanuatu, auf die Insel Efate. Schon bei der Ankunft in Port Vila spürte ich sofort: Hier läuft alles langsamer, entspannter und freundlicher. Nach der herzlichen Begrüßung wurde ich in mein Zuhause für die nächsten Tage, das Breakas Beach Resort, gebracht. Für den Rest des Tages hieß es: abschalten und die Seele baumeln lassen.
Pele Island – Südsee wie aus dem Bilderbuch
Eines meiner absoluten Highlights in Vanuatu war der Ausflug nach Pele Island. Die kurze Bootsfahrt, das türkisfarbene Wasser, der helle Sand – alles wirkte unglaublich ursprünglich. Ich hatte Zeit zum Erkunden, Schwimmen und Entspannen, dazu gab es ein Mittagessen direkt auf der Insel. Für mich war das Südsee-Feeling pur.
Efate erleben & Abschied
Neben entspannten Stunden im Resort nutzte ich die Zeit auch, um Efate besser kennenzulernen und verschiedene Resorts zu besuchen. Besonders in Erinnerung blieb mir das Abschiedsdinner mit traditioneller Feuershow – ein emotionaler, stimmungsvoller Abschluss meiner Zeit in Vanuatu. Am letzten Tag besuchte ich noch „83 Islands“, bekannt für lokales Kunsthandwerk, sowie „Gastons Chocolate“, eine kleine Schokoladenmanufaktur mit außergewöhnlichen Kreationen.
Sydney – der perfekte Abschluss
Nach Vanuatu kehrte ich erneut nach Sydney zurück – diesmal für den Abschluss meiner Reise. Ich traf Freunde, erkundete die Stadt gemeinsam mit ihnen und konnte Sydney ganz entspannt erleben: Spaziergänge durch verschiedene Viertel, das Leben am Hafen und natürlich der Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge.
Diese Tage fühlten sich nicht nach Sightseeing an, sondern nach Ankommen – der perfekte Abschluss einer langen, intensiven Reise.
Mein Fazit
Diese Reise war geprägt von:
- Gänsehautmomenten wie den Zwölf Aposteln
- echten Begegnungen im Indian Pacific
- weiten Landschaften in Broken Hill und den Blue Mountains
- tiefer Entspannung in der Südsee auf Vanuatu
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