Kurioses aus Indonesien: Goldfund beim Umgraben

Verfasst von Julia Burchard am 23.07.2015

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Blog Schatz von Wonoboyo
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Im Oktober 1990 beauftragte Frau Cipto Suwarno einige Arbeiter beim Dorf Wonoboyo in Zentraljava ein Stück Land umzugraben und Erde abzutragen, damit es von einem benachbarten Graben bewässert werden konnte. Kurz nach Beginn der Arbeiten wurden drei grüne, 30 cm hohe Keramikgefäße gefunden, die mit mehr als 16 kg Gold- und Silbergegenständen gefüllt waren. Der wichtigste Fund war ein Goldgefäß, das aus zwei aufeinander passenden Lotosblüten gestaltet war. Außerdem befanden sich Ringe, Armreife, Halsketten, Ohrringe, Teller, Wasserkellen und zahlreiche Münzen in den Keramikgefäßen.

 

Einen Monat später stieß man auf einen weiteren Behälter mit 6.396 Goldmünzen und im Februar des darauf folgenden Jahres gruben die Archäologen weitere 5 kg Schmuck aus.

 

Der „Schatz von Wonoboyo“ ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde Indonesiens und wird in das 9. Jahrhundert zurück datiert. Er verbildlicht den Reichtum des Medang-Königreichs sowie die Kunstfertigkeit seiner Goldschmiede. Die Gegenstände sollen aus dem Besitz eines Mitglieds der Königsfamilie oder des Adels stammen. Wahrscheinlich wurde der Schatz vergraben weil der nahe gelegene Vulkan Merapi ausbrach, was zum Untergang des Königreichs führte.

 

Die Fundstücke werden heute im Indonesischen Nationalmuseum in Jakarta ausgestellt.

 

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